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SEO-Ratschläge eines JournalistenWie man erfolgreiche Pressemitteilungen schreibt, die im SEO weiterhelfen.Eines ist klar: Pressemitteilungen sind weit weniger ausschlaggebend für SEO als sie es noch vor kurzer Zeit waren. Es nützt nicht viel, Nachrichten am laufenden Band zu veröffentlichen und auf kostenlosen Seiten unters Volk zu bringen. Allerdings: Wenn dieses Instrument richtig eingesetzt wird, können Pressemitteilungen große Wirkung erzielen. Einen einzigen Berichterstatter oder namhaften Blogger dazu zu bringen, eine Pressemitteilung aufzunehmen, ist weitaus förderlicher als überall wertlose Beiträge zu setzen und sie dann mit verschiedenen Konten zu „Diggen“ oder zu „Stumble-Uponen“. Wenn ich mich mit anderen SEOs unterhalte, beschleicht mich manchmal das Gefühl, eine etwas singuläre Meinung zum Thema Pressemitteilungen zu haben. Jeder, der sich im journalistischen Umfeld bewegt und diese Kontakte pflegt, hat naturgemäß ein volles Postfach, das bisweilen überquillt vor lauter Pressemitteilungen. Einige davon erregen meine Aufmerksamkeit und werden in größere Beiträge umgewandelt, andere jedoch locken mich kaum hinterm Ofen vor und landeten deshalb im Papierkorb. Da stellt sich naturgemäß die Frage, wie man Mitteilungen so gestalten kann, dass sich deren Chancen verbessern, von den Medien zur Kenntnis genommen zu werden. Hier ein paar Ratschläge: Kommen Sie auf den Punkt. Machen Sie von Anfang an klar, worum es in Ihrer Pressenotiz geht. Ich bekam ständig Presseveröffentlichungen von Leuten, die die Neuigkeit geradezu vergraben haben oder versucht haben, kreativ zu schreiben. Manchmal konnte ich überhaupt nicht herausfinden, worum es in den Veröffentlichungen überhaupt ging. Wenn Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, sind Pressemitteilungen nicht der richtige Weg. Dann sollten Sie es lieber mit einer Kurzgeschichte versuchen. Geben Sie zumindest vor objektiv zu sein. Offensichtlich haben Sie ein begründetes Interesse an dem Thema, über das Sie schreiben. Trotzdem ist es wichtig, beim Verfassen des Artikels eine neutrale Position zu beziehen - oder zumindest so zu tun. Vermeiden Sie Adjektive; die meisten Adjektive sind nicht notwendig und bringen oft ungewollte Meinungsfärbungen in den Text. Suchen Sie sich das Element heraus, das am ehesten für eine Nachricht geeignet ist und konzentrieren Sie sich darauf. Sprechen Sie Ihre Sprache. Ständig stoße ich auf Pressemitteilungen, die vollgestopft sind mit Fachjargon, den die meisten Leute nicht verstehen. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Menschen, die Ihre Veröffentlichung lesen, mit dem Thema vertraut sind. Vereinfachen Sie das Niveau und gehen Sie davon aus, dass Ihre Mitteilung nicht von Fachleuten, sondern von Fachfremden gelesen wird. Verschicken Sie manuell. Anstatt Ihre Mitteilungen einfach an Submission-Sites zu verschleudern und zu hoffen, dass irgendjemand aus der Zielgruppe zufällig darauf stößt, sollten Sie sie selbst an Nachrichtendienste und Blogger schicken, die daran interessiert sein könnten. Wenn Sie ein neues Produkt bekannt machen wollen, senden Sie Ihre Pressemitteilungen an lokale Zeitungen. Falls Sie herausfinden können, welche Berichterstatter für den relevanten Bereich verantwortlich sind, schicken Sie es ihnen direkt zu. Manchmal kostet dies sogar nur einen Telefonanruf. Achten Sie auf Ihr Timing. Wenn Sie eine möglichst breite Masse erreichen wollen, ist es beispielsweise mehr als dämlich, die Pressemitteilung freitagnachmittags rauszuschicken (es sei denn, es handelt sich um eine schlechte Nachricht, die ausgesandt, aber möglichst wenig beachtet werden soll – das wird Ihnen jeder Regierungssprecher bestätigen, wenn Sie ihn fragen. Handeln Sie menschlich. Ein Artikel darüber, wie man einen Link von CNN, der einzigen News-Website mit Page Rank 10, erhält, illustriert das perfekt. Es ist nichts dabei, das Telefon zu nehmen und Reporter direkt zu fragen ob sie an Ihrer Pressemitteilung interessiert sind. Das einzige, was Ihre Nachricht davon abhalten kann veröffentlicht zu werden, ist ein pingeliger Spam-Filter. Flehen Sie nicht. In meiner Vor-SEO-Zeit, als ich noch als Journalist unterwegs war, verstand ich nicht, warum so viele darauf versessen waren, dass ich in meine Veröffentlichungen Links setze. Jetzt weiß ich es natürlich. Aber trotzdem sollte als Minimumanforderung für einen Backlink gelten: Er muss zum Thema passen. Falls Ihr Link für die Nachricht relevant ist, wird der Berichterstatter ihn vielleicht setzen. Wenn nicht, erhalten Sie wenigstens eine gute Publicity. Das ist doch auch schon was wert, oder? © 2010 Stefan Wölfel
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